Abofallen und Kündigungstricks: So schützen Sie sich und Ihr Geld

Wir alle kennen das Gefühl: Ein Blick auf den Kontoauszug und plötzlich taucht eine Abbuchung auf, die man nicht zuordnen kann. Oder man möchte einen Dienst kündigen, findet aber den Button nicht. Das ist kein Zufall, sondern oft kalkuliertes Design.
Unternehmen nutzen sogenannte Dark Patterns (manipulative Benutzeroberflächen), um uns in Verträge zu drängen und dort zu halten. Dieser Artikel soll aufzeigen, wie Sie diese Tricks durchschauen und sich wehren können.
Die häufigsten Fallen: Wie man ungewollt im Abo landet
Die Rechtslage in Deutschland: Gute Nachrichten für Verbraucher
Der Gesetzgeber hat mit dem Gesetz für faire Verbraucherverträge (in Kraft seit 2021/2022) Ihre Position massiv gestärkt. Das müssen Sie wissen:
Der Kündigungsbutton (Wichtig!)
Seit dem 1. Juli 2022 müssen Webseiten, auf denen Sie dauerhafte Verträge (Abos) abschließen können, einen leicht zugänglichen Kündigungsbutton haben.
- Er muss gut lesbar sein (z. B. „Verträge hier kündigen“).
- Er muss ohne Login erreichbar sein.
- Fehlt dieser Button, können Sie den Vertrag oft fristlos kündigen.
Begrenzung der Laufzeitverlängerung
- Früher verlängerten sich Verträge nach der Mindestlaufzeit (z. B. 24 Monate) oft automatisch um ein weiteres ganzes Jahr.
- Heute gilt: Nach Ablauf der ersten Mindestvertragslaufzeit dürfen sich Verträge zwar noch automatisch verlängern, aber sie sind dann monatlich kündbar. Sie hängen also nicht mehr ein weiteres Jahr fest.